Luca-LysanderWeber vom SCB überzeugt auf der DM: DM Junior und Vize-DM Herren

Am 11.06.2016 haben die diesjährigen deutschen Meisterschaften im Kickboxen stattgefunden. Der Austragungsort war in Bad Neustadt an der Saale. Mit über 1000 Teilnehmern war es eine der größten Veranstaltungen bisher. Der Shotokan Club hat auch in diesem Jahr wieder mit seinen qualifizierten Kämpfern teilgenommen. Es waren in diesem Jahr am Start, der Hessenmeister Michael Smirnov sowie der amtierende Hessenmeister, deutscher Meister und VizeEuropameister Luca-Lysander Weber. Die Besonderheit in diesem Jahr war, dass der 16 jährige Luca-Lysander im Hinblick auf die im August anstehende Weltmeisterschaft in Dublin, sich nicht nur in der Juniorenklasse -69kg meldete. Er meldete sich ebenfalls in der Herrenklasse -69kg an, um so noch mehr Erfahrung gegen schwierige Gegner zu sammeln. Am ersten Wettkampftag in der Juniorenklasse waren 5 Wettkämpfer gemeldet, durch seinen Titel als Vize-Europameister erhielt Luca-Lysander ein Freilos und startete somit gleich im 1/2 Finale. Vor Beginn der Wettkämpfe wurde Luca-Lysander Weber, jedoch von den WakoPräsidenten für seine Leistungen aus dem Jahr 2016 „Vize-Europameister“, geehrt.

Luca-Lysander startete den ersten Wettkampf sehr konzentriert und mit klarem Ziel vor Augen. Seinen ersten Gegner Alexander Preusse, dominierte er nicht nur von der ersten Sekunde an, sondern steigerte seine Leistung von Runde zu Runde. Es war fantastisch mit an zu sehen wie leichtfüßig er sich über die gesamte Matte bewegt hat. Luca-Lysander gewann diesen Kampf überragend mit 3:0 Punkten.

Im Finalkampf traf Luca-Lysander auf einen alten Rivale Eric Schmadke. Die beiden haben sich bereits öfters sehr schwere Kämpfe geliefert, wobei Eric bisher immer der Unterlegene gewesen war. Erics Schwerpunkt liegt mehr im Bereich des Boxens. In der ersten Runde ließ sich Luca-Lysander zunächst überwiegend auf einen Faustkampf ein, was nicht unbedingt seinem Kampfstil entsprochen hat. Die Runde startete mit einem extrem hohen Tempo, welches beide auch gehalten haben. Nach den ersten 60 Sekunden konnte Luca-Lysander eine Führung ausbauen welche allerdings nicht dominant war. Von seinem Coaching Team wurde er angehalten sich auf seine Stärken zu besinnen.
Von da an, tänzelte er wieder wie in gewohnter Art über die gesamte Kampffläche und setzte gleichermaßen Hände und Füße ein. Diesem Kampfstil hatte sein Gegner nichts mehr entgegen zu setzen. Zur Pause konnte er die Runde noch 3:0 für sich entscheiden. Diesen Vorsprung konnte Luca-Lysander ebenso leichtfüßig bis zum Ende der 2. Runde halten und wurde somit mit 3:0 Punkten das dritte Mal in Folge deutscher Meister.

Der Wako-Präsident sowie der Bundeskadertrainer waren begeistert und der Meinung, dass dies nicht mehr zu Topen wäre.

Wettkampftag 2

In seiner gewohnt zurückhaltenden Art hat Luca-Lysander sich in der Halle eingefunden, seine Ziele waren erreicht „Junioren Deutscher Meister 2016“… nicht schlecht. Die folgenden Kämpfe sollten nun lediglich der Erfahrung dienen, mit der Hoffnung nicht gleich die erste Runde zu verlieren. An diesem Tag starteten ausnahmslos erfahrene Männer, welche teilweise bereits schon um die Weltmeisterschaft gekämpft haben und es handelt sich immerhin um eine Deutsche Meisterschaft. Der Beginn der ersten Runde versetzte alle Zuschauer in eine regelrechte Euphorie. Luca-Lysander machte dort weiter, wo er am Vortag aufgehört hatte. Ungeachtet der für ihn überlegenen Klasse, tänzelte er wieder über die gesamte Kampffläche, er trat und schlug aus allen Winkeln. Der Gegner hatte nicht den Hauch einer Chance, mit 3:0 dominierte er als Jugendlicher mit 16 Jahren die Herrenklasse und gewann überlegend beide Runden.

Der zweite Gegner war für Luca-Lysander ein Wunschgegner, welcher ihm bereits im Hessen-Kader Training begegnet war und ebenfalls Mitglied in der Nationalmannschaft ist. Nach dem überragenden ersten Wettkampf hatte er bereits alle Ziele übertroffen und hatte nichts mehr zu verlieren. Trotzdem war sein Ziel der Sieg.
Man muss sich überlegen, wie sehr der Vortag an den Kräften von Luca-Lysander gezehrt hat, die Erwachsenen sind im Vergleich zu ihm frisch gestartet. Wieder startete Luca-Lysander so explosiv, als hätten die Vorkämpfe nie stattgefunden. Seine Art zu Kämpfen ist unnachahmlich, die Zuschauer explodierten regelrecht bei den Zurufen. Das womit Luca-Lysander am wenigsten gerechnet hatte war eingetroffen. Zwei Runden lang dominierte er auch in diesem Kampf und gewann auch hier mit der höchstmöglichen Punktzahl von 3:0 und war somit bereits Vize Deutscher Meister bei den Herren. Ein Erfolg mit dem er nie gerechnet hatte.

Vor den Finalkämpfen trat nun unser zweiter Wettkämpfer, Michael Smirnow in den Ring. Nach einer langen harten Vorbereitungszeit musste auch er sich den Herausforderungen stellen. Die Gruppe von Michael war eine der schwersten Gruppen auf dem Turnier gewesen. Sein erster Gegner Alexander Gleixner (Vize Weltmeister) war gleich die größte Herausforderung. Michael kämpfte die erste Runde ebenbürtig und souverän. Mit 1:2 ging es dann in die Pause, alles war offen. In der 2.Runde wurde Michael allerdings zweimal brachial mit einen Seitkick getroffen. Den Ersten konnte er, obwohl er zu Boden ging, noch auf Grund seines guten Trainingszustandes wegstecken. Der zweite Seitkick war allerdings zu viel, ohne dass er zu Boden gehen musste kämpfte er weiter. Jedoch auf Kosten seiner Kondition. Leider konnte er diesen Kampf nicht für sich entscheiden und schied aus dem Turnier aus. Sein Gegner gewann im Anschluss das Turnier und wurde Deutscher Meister 2016.

Der Finalkampf Herren -69kg, Denny Schmidt v.s. Luca-Lysander Weber. Schon bevor der Finalkampf losging, brodelte die Luft um die Kampffläche herum. Es hatten sich zwei Fan-Gruppen gebildet, eine aus dem Berliner Verein Combat Berlin und eine aus den verschiedensten Vereinen Deutschlands , welche Anhänger von Luca-Lysander waren. Im Vergleich zu den Vorkämpfe gehen die Finalkämpfe nicht 2×2 Minuten, sondern 3×2 Minuten.
Mit Beginn der ersten Runde taktierten beide Gegner etwas, wobei nach der ersten Minute Luca-Lysander 2:1 vorne gelegen hat, diesen Vorsprung konnte er auch bis in die Pause retten.
Mit Beginn der zweiten Runde war zum taktieren keine Zeit mehr, der Gegner gab alles was er hatte. Er konnte kurzzeitig auf 2:2 verkürzen, Luca-Lysander mobilisierte letzte Kräfte und erweiterte seinen Vorsprung wieder auf 2:1. Diese Leistung an diesem Tag war absolute Weltklasse.
In der letzten Runde wollten Luca-Lysander und sein Gegner es wissen. In der ersten Minute wechselte die Führung mehrfach bis Luca-Lysander wieder die Führung von 2:1 erreichte. Der Kampf wurde auf Grund einer technischen Panne am Ringrichtertisch unterbrochen. Erst nach 10 Minuten wurde der Kampf wieder freigegeben. In den letzten 60 Sekunden tobte ein unerbittlicher Kampf, der Kampf endete 1:1. Die Entscheidung über Sieg oder Niederlage wurde von dem Computersystem getroffen. Das System entschied sich gegen Luca-Lysander. Aber anstatt über die Entscheidung enttäuscht zu sein, gratulierte er seinem Gegner und nahm das Ergebnis an.

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CHALLENGE SERIES 2014

Am 09. sowie am 30. März 2013 fand in Weiterstadt bzw. in Frankenberg das zweitägige TurnierChallenge Series im Kickboxen statt. Das offene Turnier erlaubt es sowohl erfahrenen Kämpfern, alsauch Anfängern in zwei Gruppen anzutreten (Advanced bzw. Newcomer). Auch dieses Jahr war dasTurnier sehr gut besucht und offenbarte den Zuschauern spannende Kämpfe.

Für den Shotokan Club starteten diesmal nur zwei Sportler im Leichtkontakt – die ButzbacherMaximilian Schindler (Advanced Herren bis 75 kg) sowie Sophie Scherzinger (Newcomer Damen bis60 kg).

Die Leichtkontakt-Athleten wurden wie zuvor von den Shotokan Club Kickboxtrainern MichaelReinbold (ehemaliger Welt- und Europameister) sowie vom Francesco Artese betreut.

Der 17-jährige Maximilian Schindler hatte in seiner Gruppe mit sehr starken Gegnern zu tun. DieKlasse bis 75 kg war nicht nur quantitativ mit über zehn Kämpfern stark besetzt (gekämpft wurdeaufgrund der großen Anzahl in zwei Pools, jedoch musste in den einzelnen Pools Jeder gegen Jedenantreten) sondern auch durch große Qualität der einzelnen Athleten. Entsprechend schwer hatte esMaximilian gegen deutlich ältere und körperlich überlegene Gegner in den folgenden Duellen. Zwarkonnte der Butzbacher seinen ersten Kampf am ersten Kampftag für sich entscheiden, blieb bei denanderen Fights hinter den Erwartungen zurück und musste die anderen Zweikämpfe, wenn auch teilsknapp, jedoch klar abgeben. Zu sehr war der Klassenunterschied zu den Kontrahenten deutlich, derdurch die vorhandenen technischen und taktischen Mittel nicht ausreichend kompensiert werdenkonnte. Durch weitere Steigerungen im technisch-taktischen Bereich wird aber sicherlich einiges mehrmöglich sein in Zukunft.

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Sophie Scherzinger auf dem 2. Platz

Die ebenfalls 17-jährige Sophie Scherzinger, die noch nicht einmal ein ganzes Jahr Kickboxentrainiert, startete bereits ihr zweites Turnier. Zunächst hatte sie eine stabile und deutlich ältereGegnerin aus Hosenfeld vor sich, die ihr den ersten Kampf vor allem durch ihre clevere Rechteschwer machte. Sophie fand nicht richtig in den Kampf und konnte ihr Repertoire an bereits erlerntenTechniken kaum abrufen – zu sehr dominierte die Nervosität. Am zweiten Tag des Wettkampfsmusste sie wieder gegen die bekannte Kontrahentin aus Hosenfeld antreten. Hier agierte Sophiegeschickter als zuvor auf langer Distanz und führte die erste der beiden Runden knapp auf denPunktzetteln. In der zweiten Runde musste sie durch kurze Unachtsamkeiten wichtige Punkte abgebenund verlor am Ende knapp das Duell – die Aufregung stand Sophie als zweiter Gegner im Weg. Nachdiesem Kampf war diese endlich von Sophie gewichen. Im nächsten Kampf legte sie selbstbewusstgegen die Duellantin aus Mainz ein großartiges Tempo vor und dominierte den Kampf durchgeschickte, klare Treffer aus allen Lagen und gewann souverän mit großem Vorsprung. Nach diesenwichtigen Siegen, zunächst über sich selbst und dann über die Gegnerin, belegte Sophie Scherzingerden zweiten Platz in der Wertung.Wir freuen uns auf weitere spannende Kämpfe unserer Shotokan-Athleten.

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v.l. Francesco Artese, Luca Weber, Maximilan Schindler, Sophie Scherzinger, Michael Reinbold

Shotokan Club Butzbach auf der Manus Trophy 2013

Am 28. und 29. September fand in Sandershausen die Manus Trophy 2013 statt. Rund 430 Starter aus 59 Vereinen haben sich beim Hessischen Kickboxverband angemeldet. Die Newcomer Class war mit 130 Kämpfern besetzt, die fortgeschrittene Trophy Class mit 300. Der Samstag war mit 5 Kampfflächen für die Musikformen und das Point Fighting reserviert, am Sonntag wurde auf zwei Kampfflächen Leichtkontakt sowie Vollkontakt, Low Kick und K1 im Ring gekämpft. Bei allen Kämpfen wurde im sogenannten KO-System gekämpft, nur der Gewinner eines Duells konnte eine Runde weiter kommen, für den Verlierer endete das Turnier mit der Niederlage.

Aus Butzbach gingen für den Shotokan Club 6 Kämpfer an den Start. Beim Point Fighting am Samstag starteten die Brüder Kevin und Eric Krämer sowie Christian Schöneborn. Betreut wurden sie vom 1. Vorsitzenden des Shotokan Club Butzbach Ralf Krämer

Bei den Leichtkontaktlern, die am Sonntag dran waren, starteten Michael Smirnow aus Echzell (bis 89 kg Herren) sowie die Butzbacher Luca-Lysander Weber (bis 52 kg Jugend, männlich) und Sophie Scherzinger (bis 60 kg Damen, Newcomer) für den Shotokan Club. Die Leichtkontakt-Athleten wurden, wie gewohnt, vom Shotokan Club Kickboxtrainer und ehemaligen Welt- und Europameister Michael Reinbold sowie Assistenztrainer Francesco Artese betreut.

Als erstes ging die 17-Jährige Sophie an die Kampfläche. Die Abiturientin beschäftigt sich erst seit wenigen Monaten mit dem Kampfsport, wusste jedoch bereits im Training durch Ehrgeiz, Kontinuität und Fleiß zu beeindrucken. Sie startete aktiv in den Kampf und wusste durch Angriffe auf langer Distanz sowohl mit Fuß- als auch mit Fausttechniken ihre Gegnerin zu beschäftigen und meist auf Abstand zu halten. Den ersten Kampf dominierte Sophie durch zahlreiche Treffer, auch wenn die Gegnerin ständig Druck von der Mitte ausübte und Sophie meist im Rückwärtsgang agieren musste. Sie gewann das Duell klar mit 3:0 Kampfrichterstimmen. Im zweiten Kampf, der gleichzeitig das Finale dieser Kampfklasse darstellte, hatte Sophie eine schwierigere Gegnerin, die bereits in ihrem Halbfinale durch ihre Stabilität ihrer ersten Duellantin keine Chance ließ. Zwar konnte Sophie ihre Kontrahentin meist am Angriff geschickt mit Stoppkicks und Fausttechniken aufhalten, wurde jedoch leider wegen unkorrekter Techniken verwarnt und musste sogar einen Minuspunkt hinnehmen. Vermutlich war dies das entscheidende Urteil, das ihr auch bei zwei von drei Richterstimmen den Sieg gekostet hatte, sie wurde Zweite. Angesichts der noch limitierten Erfahrung, war dies jedoch eine beachtliche Leistung, die durch ihre Trainer Lob fand.

Michael Smirnow kämpfte als nächster für den Shotokan im Leichtkontakt. Er startete in einer zusammengelegten Klasse aus Kämpfern bis 84 kg als auch bis 89 kg. Leider fand Michael nicht zu seiner Höchstform an diesem Wettkampf, kämpfte gegen den erfahrenen Kontrahenten aus Berlin zu zaghaft sowie passiv und gab letztendlich klar den Kampf ab.

Luca-Lysander Weber war der letzte der Shotokan-Kämpfer, die im Leichtkontakt antraten. Seine Gewichtsklasse (bis 52 kg) wurde mit der darunterliegenden Klasse bis 47 kg zusammengelegt. Nach dem Kennenlernen der Kämpfer außerhalb des Kampfes wurde jedoch deutlich, dass hier ein enormer Größen- und Altersunterschied auf einander treffen würde. Entsprechend haben sich die Coaches der Kämpfer wieder für eine Auftrennung der Klassen eingesetzt. Auf unfaire Duelle zwischen 15-Jährigen, die ihren 12- Jährigen Kontrahenten nicht nur im Körpergewicht, sondern auch um Kopflänge überragen, konnten man zum Glück verzichten.

Luca-Lysander hatte demnach nur noch einen Gegner in seiner Klasse, jedoch keinen Geringeren als den Deutschen Meister und ein Mitglied der Nationalmannschaft. Auch hier überragte der Gegner den Butzbacher in der Körpergröße und setzte vor allem auf Distanzkampf durch lange Fuß- und Fausttechniken. Luca-Lysander wusste jedoch ständig Druck aus der Kampflächenmitte auszuüben und probierte ständig an den Mann zu kommen, um zu punkten. Dies gelang auch häufig, jedoch musste Luca-Lysander auch mehrmals harte Treffer auf langer Distanz hinnehmen und verlor knapp den Fight mit 2 zu 1 Richterstimmen. Auch wenn das Duell nicht für den Butzbacher gewonnen war, hatte er enorme Erfahrung sammeln können und wird nach einer guten Vorbereitung für die nächste Saison, sicherlich gute Chancen seinem Rivalen auf Augenhöhe zu begegnen.

Insgesamt gesehen, war die Bilanz der Butzbacher Leichtkontakt-Sportler solide, auch wenn leider kein Titel erreicht werden konnte. Nun geht es für die Kämpfer in die wettkampffreie Winterpause, wer diese jedoch fleißig zum Training nutzt, wird sicherlich für die ein oder andere Überraschung in der kommenden Saison 2014 sorgen.

(Bericht: Michael Reinbold)

Karate: Gesund für Körper und Geist

Die Apotheken-Umschau hat derzeit einen Interessanten Artikel zu dem Thema karate auf ihrer Homepage veröffentlicht.

Der Breitensport Karate trainiert Kraft, Ausdauer, Konzentration und Balance – und steigert Selbstbewusstsein und Belastbarkeit. Unsere neue Kooperation mit dem Deutschen Karate Verband

Jeder kennt sie, die Karate-Klischees aus dem Kino. Da werden – zack! – Ziegelsteine und Holzbretter mit der Handkante zersplittert, wirbeln weiß Gewandete mit schwarzen Gurten akrobatisch durch die Luft und platzieren Fußtritte in Stirnhöhe des Gegners. Doch wie viel hat die Leinwanddarstellung mit der Realität zu tun?

„Niemand, der sich für Karate interessiert, muss sich vor Blessuren, Tritten und Faustschlägen fürchten“, stellt Wolfgang Weigert, Präsident des Deutschen Karate Verbandes e.V., klar. „Zwar geht von diesen Klischees auch eine gewisse öffentliche Faszination aus. Was Karate als gesundes Ganzkörpertraining für alle Altersgruppen leisten kann, bleibt dabei aber völlig unberücksichtigt.“

Der Komplette Artikel ist unter folgendem Link zu finden.

http://www.apotheken-umschau.de/Sport/Karate-Gesund-fuer-Koerper-und-Geist-231543.html

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Für die Inhalte auf der Verlinkten Seite ist der Shotokan-Club-Butzbach e.V. nicht verantwortlich und hat darauf keinen Einfluss! [/notice]

Doktorand, Infarktforscher, Kickboxer und Weltmeister

Seit Jahren schon führt Michael Reinbold ein Doppelleben. Wenn der Doktorand der Marburger Philipps-Universität mal wieder mit einem blauen Auge im Institut für Pharmakologie und Toxikologie erschien, erzählte er seinem Professor, einem Hirnforscher, er habe „nebenbei ein bißchen geboxt“. Woraufhin ihm der besorgte Dozent regelmäßig per Zeichnung die Gefahren des Boxens für das menschliche Gehirn veranschaulichte. „Mein Professor weiß gar nicht, wie intensiv ich den Sport eigentlich betrieben habe“, sagt Reinbold.Alle anderen Mitarbeiter am Institut wußten, daß der approbierte Apotheker den Kittel außerhalb der Universität gegen Handschuhe und Kopfschutz eintauschte. So entging dem Professor, daß er im Labor mit dem Welt- und Europameister im Leichtkontakt-Kickboxen zusammenarbeitete. Im nächsten Jahr will Reinbold die Universität als Doktor der Pharmazie verlassen. Spätestens dann will er auch den ahnungslosen Professor einweihen. „Wenn er es jetzt erfährt, ist es mir egal“, sagt Reinbold.„Ich habe alles gesehen“Der 28 Jahre alte Reinbold hat gerade seinen Rücktritt vom aktiven Wettkampfgeschehen verkündet. „Ich habe alles gesehen, der Weltmeistertitel war der krönende Abschluß“, sagt er. In seiner Trainingsstätte, dem Shotokan-Club in Butzbach, jubelt er noch immer auf Bildern an der Wand vom Turnier in Ungarn im vergangenen November. „Unser Weltmeister“ steht darunter. Nur noch zum Training der Heranwachsenden und zum Sparring kommt Reinbold von Marburg nach Butzbach. Vier Sparringspartner fordern ihn dann abwechselnd auf der Matte. „Wir können ihn technisch fordern, konditionell nicht“, sagt Betriebswirt Uli Günther, einer der Kickboxer aus der Ü40-Gruppe.Michael Reinbold ist bescheiden geblieben. Trotz seiner Erfolge im und außerhalb des Sports. „Weltmeister hört sich toll an, aber im Grunde habe ich nur ein paar Gegner geschlagen. Darauf soll man sich nicht zu viel einbilden“, sagt Reinbold. Späte Genugtuung verspürt der Rußlanddeutsche nicht. Obwohl ihm früher in der Schule ständig gesagt worden sei, „aus dir wird nie etwas“. Als Michael zwölf Jahre alt war, siedelte Familie Reinbold von Moldawien ins hessische Örtchen Schotten um. „Erst war ich der dumme Deutsche, dann plötzlich der blöde Russe. Ich war ein Außenseiter“, erinnert sich Reinbold.Von der Hauptschule aus nach oben geboxt Er landete zunächst auf der Hauptschule, kämpfte sich über die Realschule bis zum Abitur durch. „Obwohl mir nie ein Lehrer geholfen hat, die haben mich für blöd gehalten. Erst auf dem Gymnasium bin ich aufgeblüht.“ Gleichzeitig begann Reinbold mit dem Kampfsport. Ein Freund hatte ihn zum Kung-Fu mitgenommen. „Dort habe ich leider fünf Jahre meiner Trainingszeit vergeudet. Denn eines lernt man dort nicht: das Kämpfen“, erzählt Reinbold. Diese schmerzhafte Erfahrung machte er, als er in einem Fitness-Studio in Butzbach „alte Herren“ beim Sparring im Kickboxen herausforderte. „Da habe ich, großer Kung-Fu-Kämpfer, überhaupt kein Land gesehen. Das war mehr irgendein Gewusel.“ Reinbold schloß sich fortan den Kickboxern an, mit derselben Gruppe trainiert er noch heute.Reinbold ist ein Beispiel für gelungene Integration. Der Sport habe dazu allerdings nicht beigetragen. „Der Sport ist Spaß, mehr nicht. Die Sprache ist das wichtige.“ Auch auf der Matte ist der Marburger ein Selfmademan. „Es gab nie einen Trainer, der mir alles beigebracht hat. Ich habe Techniken selber vorm Spiegel verfeinert, bin überall hingefahren für einen anständigen Sparringspartner.“ Wie erlöst fühlt sich Reinbold heute, nach seinem Rücktritt. „Diesen Zwang brauche ich einfach nicht mehr“, erzählt er. Bundestrainer Peter Zaar bescheinigte ihm zum Abschied, er sei nie der talentierteste Kickboxer gewesen, aber der variabelste, er habe sich immer dem Gegner entsprechend eingestellt.Sein Thema ist GefäßverkalkungEine Karriere als Profisportler ist Reinbold nicht in den Sinn gekommen. Obwohl sein früherer Kollege aus der Nationalmannschaft Muamer Hukic mittlerweile unter dem Namen Marco Huck erfolgreich als Berufsboxer in den Ring steigt. „Aber wie lange kann man das machen?“ fragt Reinbold. „Mir war schon immer klar, daß ich mit dem Kopf arbeite.“ Ohnehin sei Huck härter, schon als Kickboxer trat der junge Serbe im Vollkontakt an. „Das ist ein Gemetzel, das muß nicht sein. Schon beim Leichtkontakt wird international draufgedroschen, was geht“, sagt Reinbold.Nun widmet er sich ganz seiner Doktorarbeit. Sein Thema ist Gefäßverkalkung, „im Laiendeutsch ausgedrückt“. Mit seinem Professor zusammen formulierte Reinbold die „Marburger Hypothese“, die in der Forschung für Aufsehen sorgte. Das Herz werde bei einem Infarkt Opfer seines eigenen Energiebedarfs, heißt es dort. Eine Hypothese, warum Reinbold in den vergangenen Jahren wiederholt mit einem blauen Auge an der Universität erschienen ist, stellte in Marburg bislang jedoch niemand auf.Text: F.A.Z. vom 4. Mai 2006 Bildmaterial: Uni Marburg/Homepage Institut für Pharmakologie und Toxikologie

Kick-Boxen ist waffenlose Verteidigung

Betr.: Butzbacher Sportlerehrung (vgl. BZ vom 17. 2.1993, Seite 5)
Eigentlich ist dem Kommentar unter der Rubrik “Am, Rande notiert” nichts hinzuzufügen, beschreibt er doch
sehr treffend die wirklichen Verhältnisse.
Ärgerlich ist es doch, die Argumentation der so genannten Meinungsbildner (was Politiker nun einmal
unvermeidbar sind), namentlich die Herren Schröter und Weber, zu lesen. Die Sportart “Kick-Boxen” als
gewaltfördernd zu klassifizieren deutete auf totales Unwissen bzw. absolute Intoleranz (oder ist es etwa
einfach nur Besserwisserei?)
Wenn die Herren, was anzunehmen ist, Kick-Boxen mit den so , oft zitierten Gewaltsequenzen einiger Spielfilme der
Fernsehkanäle vergleichen, dann irren, sie gewaltig. Diese Filme haben mit Kick-Boxen überhaupt nichts gemeinsam,
zeigen sie doch übertrieben brutale Szenen, welche mit keiner Kampfsportart wirklich etwas gemeinsam haben.
Kick-Boxen ist abgeleitet aus dem Karate Sport. Dieser Sport wird seit hunderten von Jahren in vielen asiatischen
Ländern ausgeübt. Beide Sportarten gründen sich auf der Philosophie der waffenlosen Verteidigung.
Das Erlernen der Techniken ist einem jahrelangen harten, schweißtreibenden Training unterworfen.
Kondition und vor allem Körperbeherrschung sind nur zwei der Kriterien, welche trainiert werden.
Disziplin und Kameradschaft werden groß geschrieben, davon profitieren vor allem die vielen Jugendliche in
unserem Verein. Die Anleitungen beim Training kommen von geschulten und vor allem geprüften Trainern.
Während des Trainings herrscht strenge Disziplin.
Es wird immer wieder darauf hingewiesen alle Kicks und Schläge, aber natürlich auch Abwehrgriffe
bis zum “geht nicht mehr” zu trainieren, um keine unnötigen Risiken einzugehen und Verletzungen zu vermeiden.
Bei einem Turnier werden sämtliche Angriffstreffer nur mit sehr leichtem Kontakt durchgeführt und auch nur
dann bewertet, wenn sie sauber angebracht wurden. Von den drei möglichen Kampfdisziplinen, Semi-Kontakt
Leichter-Kontakt und Voll-Kontakt wird in Butzbach nur die leichteste Disziplin des Semi-Kontakts trainiert.
Immer wieder wird darauf hingewiesen, daß die Anwendung des Erlernten nur im Trainingssaal unter Aufsicht
gestattet ist. Eigentlich ist es müßig, solche Selbstverständlichkeiten anführen zu müssen, es geht aber leider
hierbei darum, eine saubere Sportart zu verteidigen.
Eine Frage sei noch gestattet: Wissen die vorgenannten Herren und eventuell andere Kritiker aus Reihen
des eigentlich Parlaments, daß gerade Frauen immer wieder Opfer von Gewaltverbrechen werden?
Der Sportverein SHOTOKAN-Club Butzbach e. V. (hier ist Uli . Günther Mitglied) hat im Herbst letzten
Jahres Grundkurse in Selbstverteidigung für , Frauen durchgeführt. Die Teilnehmerzahlen waren mit
ca. 25 -30 Frauen im Durchschnitt pro Kurs sehr gut besetzt. Denken die Parlaments-Mitglieder bei den
Teilnehmerinnen hierbei auch an eventuelle potentielle Gewalttäter (innen)??? Gerne laden wir sämtliche
Interessenten aus dem Butzbacher Parlament zu einen
unserer Trainingszeiten (auch gerne unangemeldet wegen der neutralen Beurteilung) ein.
Wenn Sie einen einfachen Trainingsanzug mitbringen, dürfen sie auch gerne einmal mittrainieren,
um sich dann ein richtiges Urteil bilden zu können.
Vielleicht kann ja doch der (bzw. die) eine oder andere für unseren Sport begeistert werden.

Vorstand des Shotokan-Club Butzbach

Am Rande notiert Gefährliche Sportart?

(dö). Es gibt Stimmen im Butzbacher Magistrat wie in einzelnen Parteien, die möchten nicht,
daß Aktive, die aggressive “Kampfsportarten” ausüben, im Rahmen der Butzbacher Sportlerehrung
für ihre Leistungen ausgezeichnet werden. Die Ablehnung zielt insbesondere auf die Sportart Kick-Boxen,
in der es ein Butzbacher zu internationalem Ruhm gebracht hat.
Ihn nicht zu ehren, käme schon einer Brüskierung gleich. Die Auffassung von der Aggressivität der
Kampfsportarten mag auf den ersten Blick einleuchtend sein, bei genauerem Hinsehen entpuppt sie
sich gerade im konkreten Butzbacher Fall als nicht sehr überzeugend. Denn Uli Günther, um den es geht,
dessen Name in der Ausschußsitzung jedoch nicht fiel, ist als Kick-Boxer ein sehr geachteter,
erfolgreicher und über alle Zweifel erhabener Sportsmann, dem nichts ferner liegt, als Gewalt auszuüben oder zu fördern.
Kampf und Aggressivität kennzeichnen das Kick-Boxen, das ist richtig.
Doch was leicht vergessen wird: Diese “Tugenden” herrschen auch in anderen Sportarten vor, die ansonsten
einen “guten Ruf” genießen. Man denke nur an die alltäglich gewordenen Fouls auf den Fußballplätzen,
an die zunehmenden Handgreiflichkeiten beim Hallenhandball, an die regulären Ruppigkeiten beim Rugby
oder an den äußerst angriffslustigen American Football. Diese unvollständige Reihe ließe sich noch weiter fortsetzen.
Konsequenterweise dürfte man Aktive aus den genannten und anderen Sportarten (z. B. Boxen, Ringen,
Karate, Fechten) auch nicht ehren. Auch hier geht es (notwendigerweise) um Aggressivität und
Kampf (wenn man so will, auch um mehr).
Daß das Verletzungsrisiko beim Kick-Boxen weitaus kleiner ist als z. B. beim Handball oder Ski fahren,
sollte den Kritikern obendrein zu denken geben. Es kommt also nicht auf die Sportart an, sondern auf den,
der sie erfolgreich und im fairen Geist ausübt. Uli Günther, den wir noch in dieser Woche im Porträt vorstellen werden,
hat sich die Butzbacher Plakette redlich verdient. Er ist ihrer würdig.
Günther, auch das sollte einmal gesagt werden, gehörte in der Vergangenheit immer zu den regelmäßig
ausgezeichneten Aktiven bei der Sportlerehrung des Wetteraukreises.
Sollte sich das Kreishaus da wirklich getäuscht haben? Daß sich beim Kick-Boxen, wie anderswo auch,
“schwarze Schafe” tummeln, ist bekannt.
Doch deswegen eine ganze Sportart abzuqualifizieren und in die böse Ecke zu stellen, nutzt nur den .Falschen.

17.02.1993